Auf der Suche nach Hilfe

“Nach meiner Fehlgeburt im ersten ICSI-Versuch war ich auf der Suche nach Hilfe.

Im Heft der VHS habe ich einen Informationsabend zur Selbsthilfegruppe Dornröschen gefunden.
“Das ist doch genau das, was ich schon so lange gesucht habe”, dacht ich mir.
Doch vier Monate darauf warten , war mir dann zu lang, da der Leidensdruck einfach zu nahm.
So hab ich allen Mut zusammen genommen und Dornröschen einfach angemailt.

Prompt bekam ich eine liebe Antwort, die mir einfach gut tat. Viele Monate zogen dann noch ins Land (leider passte der Treffrhythmus nicht mit meinem Kalender überein), bis ich dann zum ersten Mal zur Gruppe gegangen bin.

Ich war total aufgeregt und unsicher, ob es wirklich das Richtige für mich ist. Der Empfang war sehr herzlich und das Treffen verlief ganz ungezwungen in kleiner Runde. Hinterher war ich froh, da gewesen zu sein – es hat einfach gut getan zu hören und zu erleben, nicht allein mit der Thematik zu sein.
Ich bin eher unregelmäßig bei den Treffen dabei, teils weil es einfach manchmal nicht passt und es gibt Zeiten, wo ich merke, dass es gerade nicht gut tut darüber zu reden/hören.

Wenn ich dann da bin, fühle mich sehr wohl in der Runde und ich denke viel an die Anderen und drücke immer wieder die Daumen!”

(K., 34, Bonn – im April 2017)

Wie ich zu der Selbsthilfegruppe gefunden habe

“Schon länger habe ich immer wieder nach Selbsthilfegruppen gesucht.

Durch den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Austausch in Gruppengesprächen unheimlich viel bringt und mir gut tut. Nach einer Fehlgeburt und dem großen Druck von außen, da alle Freunde auf einmal schwanger sind und man das Gefühl hat an jeder Ecke einer Schwangeren über den Weg zu laufen, habe ich all meinen Mut zusammen genommen und eine E-Mail an Dornröschen geschrieben.

Inzwischen versuche ich zu jedem Treffen zu gehen.

Der Austausch hilft mir sehr und ich fühle mich endlich verstanden. Ich kann nur jedem empfehlen mutig zu sein, um so einen Schritt weiter zu kommen im besseren Umgang mit seinem Schicksal.”
(A., 34, Bonn – im März 2017)

Ist eine Selbsthilfegruppe etwas für mich?

“Von der Gruppe habe ich an der Uniklinik Bonn erfahren, wo ein Flyer aus lag. Ich habe nicht direkt Kontakt aufgenommen, weil ich so etwas noch nie gemacht hatte und mir nicht sicher war, ob das etwas für mich ist. Außerdem war ich noch zu viel mit den Therapien und der ganzen Materie beschäftigt, so dass mir das alles zu viel war. Meine erste telefonische Kontaktaufnahme mit Anja, und dann auch das erste Treffen mit der Gruppe, waren sehr positiv. Anja war sehr offen, nett, hilfsbereit und sie strahlte eine gewisse Ruhe aus. Auch von den Gruppenmitgliedern beim ersten Treffen hatte ich den Eindruck, dass sie alle offen und nett waren und dass das privat erzählte auch nicht „herumgetratscht“ wird. Für alle, die nicht wissen ob eine Selbsthilfegruppe etwas für sie ist, hingehen und ausprobieren.”

(A., 44, Bonn, im Februar 2017)

Mein Kontakt zu “Dornröschen”

“Nach meiner 3. negativen ICSI habe ich bewusst nach einer Selbsthilfegruppe im Rhein Sieg Kreis gesucht, und habe im März 2016 “Dornröschen” über das Internet gefunden.

Es ist sehr schwierig, mit Freunden über das Thema zu sprechen, die noch nie Berührungspunkte hatten, und schwer nachvollziehen können, wie es einem geht.

Ich habe direkt Kontakt aufgenommen und bin zum nächsten Treffen hin.

Da ich ein eher zurückhaltender Mensch bin war ich erstaunt wie leicht es mir gefallen ist, über mich und meine Geschichte zu reden. Ich gehe nur sehr unregelmäßig zu den Treffen, da es beruflich sehr eng ist das zeitlich unter zu bekommen. Trotzdem habe ich mich bei jedem Treffen wohl gefühlt und interessante Geschichten und neue Infos mit nach Hause genommen. Man fühlt und fiebert mit jedem mit, und freut sich wenn es bei jemandem dann doch noch klappt. Interessant sind natürlich auch die Einladungen und Infos zu Fachthemen.

Ich kann jedem nur empfehlen es einfach mal auszuprobieren und zu einem Treffen vorbei zu kommen. ”

(K., 38, Königswinter – im Januar 2017)